Freitag, 26. März 2010

Stefan Niggemeier ist doof

Stimmt natürlich nicht, aber provokante Überschriften ziehen an. Man muss nicht unbedingt die eigene Meinung in den Titel setzen, es reicht die Leser anzulocken und im Text selbst zu schreiben, worum es geht. Und Sprüche, die auch auf Klowänden ihren Platz finden würden, eignen sich im Internet hervorragend um traffic zu generieren.

Ein Name wie Stefan Niggemeier zieht zugleich auch noch über die Prominenz seiner Person. Warum sollte er allein etwas davon haben, berühmt zu sein. Wenn jetzt jemand nicht weiß, wer Stefan Niggemeier ist, könnte er natürlich einem der unauffällig unter einer der Erwähnungen seines Namens versteckten Links zu seiner Seite folgen. Oder er verlässt sich auf mein gepflegtes Halbwissen und glaubt meinen Ausführungen.

Niggemeier ist der wohl bekannteste der so genannten Alpha Blogger im deutschsprachigen Internet. Mit seiner Schreibe wuchs der inzwischen zur Pflichtlektüre mutierte Bildblog, den er verließ, um an anderer Stelle noch einmal das selbe zu machen: Zeitungen und andere Medienprodukte von den lästigen Pflichten der Richtigstellung und der Recherche zu befreien. Mich wundert es ohnehin schon seit einer Weile, dass bild.de noch keinen dauerhaften Link auf den Bildblog in seinem Angebot hat. Kai Diekmann würde sich einigen Ärger ersparen, wenn er das Angebot des Bildblogs ernst nehmen und als oftmals vom Presserat geforderte Richtigstellung vorweisen würde. Aber der Ärger, den der Presserat machen kann, ist wohl nicht groß genug, um zu riskieren, dass aus Bildlesern informierte Bürger werden.

Stefan Niggemeier ist also nicht doof. Er ist aber bekannt und macht sich im Netz nicht immer nur Freunde. Zu behaupten er wäre doof, zieht deshalb immer Leser an, die dann auf weitere Links klicken und Kohle bringen.

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