Wenn ich auf meiner Seite möglichst viele Links haben möchte, die auch möglichst viel geklickt werden sollen, dann komme ich mit althergebrachten Ansichten nicht weit. Der neue Volkssport nach "google verarschen" heißt: "Führen wir die Nutzer an der Nase herum"
Beim Durchstöbern meiner Statistiken stieß ich auf Daninas Blog. Eine nette kleine Seite, auf der ein nettes kleines Mädchen naiv seine Rapid Share Links teilt. So sieht es aus. Rapid Share ist sicher ein häufig gesuchter Begriff bei google. Verarschen lohnt sich hiermit also besonders. Die Leser kommen auf die Seite und freuen sich über die Filmsammlung, die sie mit einem weiteren Klick downloaden können. Film gefunden, rasch geklickt, nichts passiert. Nochmal klicken. Nochmal. Es will einfach nicht. Der Browser tut zwar, als würde er eine neue Seite laden, doch es ändert sich nichts, abgesehen von der Geduld des Nutzers.
Aber ihr solltet eurem Browser nicht böse sein. Er kann nichts dafür, er tat wie ihm geheißen und führte auf die nächste Seite. Die sieht aber leider exakt so aus, wie die erste. Jeder Link führt zu einer weiteren Kopie der Startseite. Billig und effizient. Vielleicht, denn ob sich google verarschen lässt, mit so einem billigen Trick wage ich zu bezweifeln. Zur Steigerung der Klickrate der Besucher, die einem hilflos ins Netz gegangen sind, aber eine sehr sinnvolle Methode. Falls man nichts anzubieten hat, dass die Nutzer wirklich interessieren könnte. Ein guter Ruf ist ohnehin überbewertet.
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Freitag, 5. März 2010
Alles SEO oder was?
Search Engine Optimisation ist das Zauberwort auf der Suche nach dem Internetgeld. Um richtig Asche zu machen, muss man seine Internetseite so gestalten, dass die Suchmaschinen denken es wäre für jeden denkbaren Suchbegriff ein passender sinnvoller Artikel vorhanden. Auf Deutsch: Verarschen wir die Maschinen, dann kann die Kohle fließen.
Mit SEO ist im Moment eine Menge Geld zu machen. Ob die Optimierung wirklich funktioniert sei mal dahin gestellt. Aber Firmen, die SEO-Texte anbieten, gibt es wie Sand am Meer. Hierfür wird zunächst geschaut, welche Suchbegriffe bei google so eingegeben werden und dann Texte geschrieben, die diese Begriffe beinhalten. Thematisch müssen sie nicht unbedingt etwas mit den Begriffen zu tun haben, die Anzahl der Worte ist wesentlich wichtiger.
Zu oft darf man das Wort auch nicht benutzen, weil google und die anderen Suchmaschinen SEO nicht so gern mögen. Die netten Seiten, auf denen man das Wörterbuch der deutschen Sprache finden konnte, sind aus diesem Grund auch nicht mehr in den Suchergebnislisten vorhanden. Die werden einfach gefiltert. Frechheit. Wie will man denn so billig an Leser kommen?
Nun ja. Eine scheinbar optimale Keyworddichte beträgt so etwa 3%. Also für jede Benutzung des Keywords muss man 33 andere Wörter schreiben. Und zwar in korrektem deutsch. Das erkennen die Filter nämlich auch. Eine Menge Arbeit, die man sich selbst einfach nicht gerne antut. Deshalb engagiert man freie Texter und bezahlt sie für die Erstellung der Texte. Obwohl man eigentlich eine Firma bezahlt, dass sie die Aufträge an die Texter gibt. Von dem Geld wird bei dem kaum etwas ankommen. Fünf Euro für eine DIN-A4 Seite sind so etwa die übliche Entlohnung. Für den Auftraggeber kommen dann noch Lektorat und Verwaltung dazu, wenn man keinen Texter findet, den man direkt anheuern kann.
Die Seiten, die man mit diesem System erstellt sind eine Augenweide für jeden Internetnutzer. Kleine Informationshäppchen über weitläufige Texte verstreut. Oft schlecht sortiert, selten gut recherchiert. Will man dem Leser einen Gefallen tun, verkleidet man die Seite als Community, dann weiß man wenigstens, wie sehr der Information zu vertrauen ist. Erstellt man einen Blog mit dieser Technik, kann man davon ausgehen, dass niemand lange bleiben wird. Doch dazu ist Search Engine Optimisation auch nicht gedacht.
Denn die Suchmaschinen sortieren die gefundenen Seiten. Wenn zu einem Suchbegriff 3 Millionen Treffer existieren, dann müssen die in einer bestimmten Reihenfolge gelistet werden. Die Suchmaschinen haben hierfür einen Algorithmus, der die Qualität der Seite beurteilen soll. Auch der lässt sich zum Glück zum Narren halten. Seiten, auf die von vielen anderen Seiten hingewiesen wird, müssen gut sein, denn ein Link ist eine Empflehlung. Empfehle ich mich also selbst.
Wer sich einhundert Seiten bauen kann, die alle nach dem SEO Prinzip aufgebaut sind und auf meine Hauptseite verlinken, dann kann damit der Rang auf der Ergebnisseite monitär entscheidend verbessert werden.
Mit SEO ist im Moment eine Menge Geld zu machen. Ob die Optimierung wirklich funktioniert sei mal dahin gestellt. Aber Firmen, die SEO-Texte anbieten, gibt es wie Sand am Meer. Hierfür wird zunächst geschaut, welche Suchbegriffe bei google so eingegeben werden und dann Texte geschrieben, die diese Begriffe beinhalten. Thematisch müssen sie nicht unbedingt etwas mit den Begriffen zu tun haben, die Anzahl der Worte ist wesentlich wichtiger.
Zu oft darf man das Wort auch nicht benutzen, weil google und die anderen Suchmaschinen SEO nicht so gern mögen. Die netten Seiten, auf denen man das Wörterbuch der deutschen Sprache finden konnte, sind aus diesem Grund auch nicht mehr in den Suchergebnislisten vorhanden. Die werden einfach gefiltert. Frechheit. Wie will man denn so billig an Leser kommen?
Nun ja. Eine scheinbar optimale Keyworddichte beträgt so etwa 3%. Also für jede Benutzung des Keywords muss man 33 andere Wörter schreiben. Und zwar in korrektem deutsch. Das erkennen die Filter nämlich auch. Eine Menge Arbeit, die man sich selbst einfach nicht gerne antut. Deshalb engagiert man freie Texter und bezahlt sie für die Erstellung der Texte. Obwohl man eigentlich eine Firma bezahlt, dass sie die Aufträge an die Texter gibt. Von dem Geld wird bei dem kaum etwas ankommen. Fünf Euro für eine DIN-A4 Seite sind so etwa die übliche Entlohnung. Für den Auftraggeber kommen dann noch Lektorat und Verwaltung dazu, wenn man keinen Texter findet, den man direkt anheuern kann.
Die Seiten, die man mit diesem System erstellt sind eine Augenweide für jeden Internetnutzer. Kleine Informationshäppchen über weitläufige Texte verstreut. Oft schlecht sortiert, selten gut recherchiert. Will man dem Leser einen Gefallen tun, verkleidet man die Seite als Community, dann weiß man wenigstens, wie sehr der Information zu vertrauen ist. Erstellt man einen Blog mit dieser Technik, kann man davon ausgehen, dass niemand lange bleiben wird. Doch dazu ist Search Engine Optimisation auch nicht gedacht.
Denn die Suchmaschinen sortieren die gefundenen Seiten. Wenn zu einem Suchbegriff 3 Millionen Treffer existieren, dann müssen die in einer bestimmten Reihenfolge gelistet werden. Die Suchmaschinen haben hierfür einen Algorithmus, der die Qualität der Seite beurteilen soll. Auch der lässt sich zum Glück zum Narren halten. Seiten, auf die von vielen anderen Seiten hingewiesen wird, müssen gut sein, denn ein Link ist eine Empflehlung. Empfehle ich mich also selbst.
Wer sich einhundert Seiten bauen kann, die alle nach dem SEO Prinzip aufgebaut sind und auf meine Hauptseite verlinken, dann kann damit der Rang auf der Ergebnisseite monitär entscheidend verbessert werden.
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