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Dienstag, 1. Juni 2010

Wieso Stefan Raab aus Scheiße Gold machen kann

Nein, das heißt jetzt nicht: Lena ist Scheiße. Im Gegenteil, Lena ist das Gold, dass Raab aus einem Scheißformat, wie einer Castingshow machen konnte. Mal wieder etwas goldenes, diesmal sogar wirklich, nicht nur im monitären Sinne. Und mal wieder fragt man sich: Wie macht der Kerl das? Wieso hat der immer nur gute Ideen? Ob es eine Fernsehsendung ist, in der andere Fernsehsendungen verarscht werden (TV-Total), ob es darum geht, dass Prominente sich im Schwimmbad zum Affen machen (TV-Total Turmspringen) oder ob er immense Preise für den Sieger eines Kindergeburtstages auslobt (Schlag den Raab), immer ist es ein voller Erfolg. Und nun sammelt er auch noch den ersten Preis beim Grand Prix d'Eurovision de la Chanson oder Eurovision Song Contest ein. Wobei, es war ja nicht das erste Mal, dass er dabei war. Aber schon mit Wadde hadde dude da gelangte ihm der Sprung in die top ten. Wenn Stefan Raab die Finger im Spiel hat, dann sinken die Quoten in den Wettbüros. Denn wenn jeder auf den selben setzt, kann keiner viel gewinnen. Die Lieder dieses Jahres bewiesen es. Alle wetteten auf Lena, obwohl auch die anderen Songs nicht schlecht waren. Zumindest nicht alle. Sogar wissenschaftliches über Stefan Raab ist schon verfasst worden, weil sein Erfolg Kulturexperten vor ein Rätsel stellt.

Stefan Raab hat ein Händchen für das Geschäft, das er sich ausgesucht hat. Oder gibt es einen Geheimtipp, den man ihm steheln könnte? Ja! Schon Alfred Biolek hat erkannt, dass Stefan Raab einer der letzten im deutschen Fernsehen ist, der sich auch mal etwas neues traut, der bereit ist ein Risiko mit neuen Formaten einzugehen, der eine Show produziert, die noch in keinen anderen Land gelaufen ist. Dass seine Produktionen immer ein Erfolg sind, liegt vielleicht weniger daran, dass Stefan Raab aus Scheiße Gold machen kann, sondern, dass die Leute, die Zuschauer vor den Bildschirmen einfach nach Neuem hungern. Stefan Raab hat im deutschen Fernsehn ein Monopol auf neue Ideen. Genau deswegen wollen die Leute seine Ideen sehen, weil sie neu sind! Naja und von Musik scheint er auch etwas zu verstehen. Wohl keine schlechte Kombination.

Also Leut: Wer das richtig dicke Internetgeld scheffeln will braucht vor allem eines: Neue Ideen! Soll das am Ende heißen,dass tatsächlich der Inhalt zählt???

Donnerstag, 18. März 2010

An Ufern kann man stranden, daher sollte man sie meiden

Es gibt doch tatsächlich Personen, die glauben sie könnten Blogger in die Irre führen, indem sie ihnen raten sich auf ein Thema zu beschränken. Aber wer nur ein Thema bearbeitet, der kann auch nur einen begrenzten Leserkreis ansprechen. Wir wollen im Internet Geld verdienen, das heißt, wir müssen ALLE ansprechen. Und wenn es Leute gibt, die interessiert, wie mein Kaffee schmeckt, dann schreibe ich einen Post darüber.

Zielgruppen gezielt anzusprechen bedeutet, alle auszuschließen, die der Zielgruppe nicht angehören. Nicht, dass ich das für rassistisch halten würde, aber geschäftstüchtig ist das nicht. Die große Kohle macht man mit Themen, die alle anklicken wollen. Sich zu beschränken bringt einen nicht weiter.

In Ufernähe ist es sicher, aber nur solange man nicht strandet. Wer einmal einen gestrandeten Wal japsend im Sand liegen sah, wie er langsam von seinem eigenen Gewicht erdrückt wurde und trotz aller Bemühungen der verzweifelten menschlichen Helfer elend verendet ist, der lernt das offene Wasser zu schätzen. Grenzen sind etwas für Feiglinge.